Dominext Kinky Psy Party Awareness Konzept
Stand 03.08.2026
1 Dominext Party Regeln und Selbstverständnis
Egal, ob ihr ganz neu dabei seid oder bereits viel Erfahrung habt – diese einfachen Grundsätze helfen allen, die Party sicher zu genießen.
Auf unserer Party ist kein Platz für Diskriminierung jeglicher Art. Dazu gehören insbesondere, aber nicht ausschließlich:
- Sexuelle/verbale Belästigung
- Sexismus
- Ableismus
- Rassimus
- Misogynie
- Bodysahimg
- Ageshaming
- Queerfeindlichkeit
- Transfeindlichkeit
- Klassismus
- Antisemitismus
Jegliche Form von Diskriminierung wird nicht geduldet. Diskriminierendes Verhalten kann zum sofortigen Ausschluss von der Party und zu einem Hausverbot führen.
Awareness Arbeit ist Arbeit für ALLE und das Awareness Team ist für ALLE da!
Wenn du dich:
- belästigt,
- mental angegriffen,
- verbal angegriffen oder
- überfordert
fühlst, wende dich bitte an unsere Awareness Team. Diese werden dir einfühlsam zuhören und deine Bedürfnisse und Gefühle ernst nehmen. Du findest das Awareness Team auf der Party am Eingang, vor der Play Area und auf dem Mainfloor. Du erkennst das Awareness Team an den lila Awareness Westen.
- Das Awareness Team ist nicht nur bei Grenzverletzungen oder Diskriminierung ansprechbar. Du kannst dich auch melden, wenn du beispielsweise eine Panikattacke, Angst, Dissoziation, Überforderung, körperliches Unwohlsein oder Beschwerden während Alkohol- oder Drogenkonsum erlebst oder dir Sorgen um eine andere Person machst. Auch kann das Awareness Team als Schlichtungsstelle bei unklaren Konflikten angefragt werden.
- Selbstverständlich werden alle Gespräche vertraulich behandelt.
Hinweisschilder, ein kurzes Briefing am Eingang und eine deutlich sichtbare Kontaktmöglichkeit nach der Veranstaltung ergänzen die persönliche Erreichbarkeit des Awareness Teams.
1.1 Unser Verhaltenskodex:
1.1.1 Nur Ja heißt Ja
- Frage immer nach, bevor du bei einer Situation mitmachen und Personen anfassen möchtest. Consent is Key. Akzeptiere bitte, wenn eine Person nicht mit dir interagieren möchte und lasse ihr Raum.
- Fordert niemals eine Erklärung. Ein „Nein“, „Stopp“ oder „Ich habe kein Interesse“ benötigt keine Begründung.
- Zustimmung muss freiwillig, bewusst und konkret sein. Sie kann jederzeit zurückgezogen werden. Schweigen, Passivität, Kleidung, Nacktheit, ein früheres Ja, eine bestimmte Handlung oder der Aufenthalt in einem bestimmten Bereich sind keine Zustimmung. Überreden, Druck und Manipulation sind nicht erlaubt.
- Ebenfalls bedeutet das Tragen eines orangen Knicklichtes keine automatische Zustimmung.
1.1.2 Wir sind eine queere Party
- Nutze die Pronomen, die die Menschen dir nennen. Pronomen Sticker werden am Eingang Gratis für alle verteilt. Schließe nicht auf Grund äußerer Merkmale auf das Geschlecht einer Person.
- Du wirst möglicherweise von Menschen angeflirtet oder angesprochen, die nicht deinem präferierten Geschlecht oder deiner sexuellen Orientierung entsprechen. Wenn du nicht interessiert bist, äußere dieses gerne klar, aber bleibe dabei stets respektvoll.
1.1.3 Wir sind eine sex positive Party, daher sind sexuelle Handlungen und Nacktheit in den meisten Bereichen erlaubt.
- Auch wenn diese Dinge für dich neu sein sollten bleibe respektvoll, starre nicht und befriedige dich nicht dazu selbst.
- Körperlichkeit, Freizügigkeit und Kink sind möglich, aber niemals verpflichtend. Auch Personen, die nicht spielen oder wenig freizügig gekleidet sind, gehören selbstverständlich zur Party.
1.1.4 Wir sind eine Kinky Party und BDSM play ist in den meisten Beriechen erlaubt.
- Urteile nicht über die Vorlieben anderer. Verschiedene Menschen haben unterschiedliche Vorlieben. Respektiere Vielfalt, auch wenn sie nicht deinen Vorlieben entspricht.
- Kleidung, Aussehen oder Selbstbewusstsein sagen nichts darüber aus, ob jemand dominant, devot, Switch oder interessiert ist.
- Besprecht vor dem Play eure Grenzen, Wünsche und gegebenenfalls Safewords. Consent kann jederzeit zurückgenommen werden.
- Das Allgemein für alle gültige Safeword auf der Party lautet „red“.
- Benutzte Tücher und andere Abfälle gehören in den Müll. Genutzte Möbel und Flächen sind nach dem Play zu reinigen. Kondome, Gleitgel und Reinigungsmittel werden an der Play Area bereitgestellt.
1.1.5 Sei achtsam mit dir und deinem Umfeld:
- Fühle in dich rein. Du könntest auf der Party mit für dich möglicherwiese neuen Dingen konfrontiert werden, die dich vielleicht überfordern oder starke Gefühle in dir hervorrufen könnten. Solltest du Unterstützung benötigen, wende dich gerne jederzeit an unser Awareness Team.
- Gehe respektvoll und achtsam mit deinen Mitmenschen und dir selbst um. Wir leben eine akzeptierende Grundhaltung den Menschen und ihrem Handeln gegenüber.
- Hinterlasse die Menschen in einem besseren Zustand, als du sie vorgefunden hast. Sei respektvoll, kommuniziere klar und trage dazu bei, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle willkommen und sicher fühlen.
- Alkohol- oder Drogenkonsum rechtfertigt niemals diskriminierendes, grenzüberschreitendes, übergriffiges oder gewalttätiges Verhalten. Die Verantwortung für das eigene Handeln und mögliche Konsequenzen bleiben bestehen.
- Wenn du beobachtest, dass eine Person bedrängt wird oder Unterstützung braucht, sprich das Awareness Team an. Greife nur selbst ein, wenn du dich dabei sicher fühlst und die Situation nicht weiter eskalierst.
1.2 Unsere Regeln:
1.2.1 Auf unserer Party gibt es eine Knicklichtampel mit folgender Bedeutung:
- Grün: Sprich mich an
- Orange: Play with me, aber mit Gespräch
- Pink: Bin für mich alleine da.
1.2.2 Fotografie:
- Fotografieren mit dem Handy:
- Aus Gründen der Diskretion werden eure Handy Kameras abgeklebt. Löst sich eine Abdeckung, hole dir umgehend Ersatz am Einlass. Jegliche Fotos und Videos mit dem Handy sind auf der gesamten Party verboten. Wer dagegen verstößt, erhält Hausverbot und muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Der Schutz der Privatsphäre unserer Gäst*innen hat für uns höchste Priorität.
- Es werden auf der Party professionelle Bilder gemacht (an der Foto Wall und auf der Bühne). Alle anderen Bereiche sind No Picture Zone.
- Es werden nur Personen fotografiert, die vorher explizit ihre Erlaubnis erteilt haben und nur Bilder veröffentlicht von Personen die Explizit zu diesen Bildern Ihre Erlaubnis erteilt haben.
- Wir geben euch die Möglichkeit, Fotos in euren Kinky Outfits an der Photo Wall machen zu lassen. Die Bilder werden mit einem individuellen Code versehen, sodass ihr später nur eure eigenen Bilder einsehen könnt und dort entsprechenden Nutzungsrechten zustimmen oder widersprechen könnt.
1.2.3 Kinky Regeln:
- Wir übernehmen keine Haftung und keine Überwachung eurer BDSM Play Aktivitäten.
- Es sind leider Keine Suspensions möglich. Genießt lieber die Show der Acts.
- Kein Consensual Non Consent.
- Kein Bloodplay mit Intention
- Kein Fäkalien Play mit Intention
- Kein Needle und Knife Play
- Kein Fiehtreiber oder Teaser
1.2.4 Outfit Regeln
- Dress to Impress – sei ganz du selbst!
- Psytrance-Raves sind hell und farbenfroh, daher würden wir uns über glitzernde und farbenfrohe (Kinky) Outfits freuen.
- Alle anderen kinky Outfits, auch ganz in Schwarz, sind ebenfalls willkommen.
- Nacktheit ist ebenfalls in Ordnung.
- Auch Psy-Szene typische Kleidung ist willkommen!
Verboten
- Straßenkleidung, die nicht zur Szene passt (Jeans, T-Shirts, Anzüge…)
- Uniformen (Feuerwehr, Polizei, Streitkräfte, Rettungsdienste usw.)
- Barfuß oder nur mit Socken (aus Sicherheitsgründen)
- Normale Unterwäsche ohne Accessoires
2 Definitionen der Räume
Die Benennung der Bereiche dient der Orientierung. Sexuelle Handlungen und BDSM play sind bei Dominext auf dem Mainfloor, der Bühne und in der Playarea erlaubt. In jedem Bereich gelten Consent, Rücksichtnahme, Hygiene und das Foto- und Videoverbot.
- Mainfloor: Der Mainfloor ist der zentrale Tanz-, Musik- und Begegnungsbereich. Es finden Shows auf der Bühne hinter den DJs statt. Es werden am Rand einige Sitzgelegenheiten beriet gestellt. Sexuelle Handlungen und BDSM play sind erlaubt, soweit ausreichend Platz für die jeweiligen Aktivitäten vorhanden ist. Lauf- und Rettungswege müssen frei bleiben. Andere Gäste dürfen nicht ungefragt in Handlungen einbezogen werden.
- Bühne: Auf der Bühne finden Shows, Performances und gegebenenfalls professionelle Aufnahmen statt. Grenzen, Bedürfnisse und Schutzmechanismen der auftretenden Personen werden vorab geklärt. Gäste betreten die Bühne nur nach Freigabe.
-
Play Area: Hier gilt ein absolutes Handy Verbot. Die Play Area ist ein Bereich mit für Play
geeigneten Möbeln. Paare und Gruppen dürfen den Bereich nutzen. Wer mit anderen
Personen interagieren möchte, fragt vorher und wartet eine explizite Zustimmung ab.
- Benutzte Tücher und andere Abfälle gehören in den Müll. Genutzte Möbel und Flächen sind nach dem Play zu reinigen. Kondome, Gleitgel und Reinigungsmittel werden an der Play Area bereitgestellt.
- Vor der Play Area stehen gut erkennbare Mitglieder des Awareness Teams bereit. Sie geben Hygiene und Safer Sex Material aus, erläutern Regeln und können bei Unsicherheiten oder Vorfällen direkt angesprochen und hinzugezogen werden.
- Die Awareness Personen können anlassbezogen die Play Area betreten.
-
Awareness Raum: Der Awareness Raum ist der Rückzugsort für alle die vom Awareness Team
betreut werden. Ebenfalls ist dieser bei Überforderungssituationen gemeinsam mit einer
Person aus dem Awareness Team nutzbar zum Eindrücke Reduzieren und Jemanden zum
Reden dort zu haben. Hier findest du:
- Obst, Süßigkeiten, Hygieneartikel, Erste Hilfe Kasten, Wasser, Fidget Toys, Decke, etc.
-
Awareness und Psycare Info Point:
Das Awareness Team sucht den Info Point in regelmäßigen Abständen auf, sodass du uns hier am besten für diene Bedürfnisse antriffst. Hier findest du außerdem kleinere Aufmerksamkeiten wie:
- Snacks, Safer Sex Artikel, Safer use Artikel, Electrolyte, Safer Use Info’s Laminierte Substanzbezogene Flyer, Mischkonsum Tabellen etc.
- Foto Wall: Professionelle Aufnahmen sind nur nach ausdrücklicher Zustimmung möglich. Die Zustimmung zur Aufnahme und zur späteren Veröffentlichung wird getrennt eingeholt. Außerhalb der Foto Wall und der dafür freigegebenen Aufnahmen auf der Bühne gilt die No Picture Zone.
- Eingangsbereich: Am Eingang werden Kameras abgeklebt, Pronomen Sticker ausgegeben und die wichtigsten Regeln zu Awareness, Consent und Fotoverbot vermittelt.
- Toiletten: Wir haben Ausschließlich Unisex Toiletten. Sexuelle Handlungen und BDSM play sind hier nicht erlaubt. Es gilt vollständige Privatsphäre.
3 Vorgehen im Awareness Fall
Das Awareness Team verfügt über die Entscheidungsmacht auf der Party und entscheidet eigenmächtig und unabhängig von den veranstaltenden über die Konsequenzen der Handlungen der Täter. Das Letzte Wort obliegt dem Awareness Team Lead.
3.1 Interventionsablauf
1. Erster Kontakt: Das Awareness Team stellt sich vor, fragt nach Zustimmung zum Gespräch und bietet den Awareness Raum als Safer Space und ruhigen Rückzugsort an. Bei unmittelbarer körperlicher Gefahr oder einem möglichen medizinischen Notfall wird zuerst Sicherheit hergestellt und unverzüglich medizinische Hilfe hinzugezogen.
2. Zuhören und ernst nehmen: Die betroffene Person kann in ihrem Tempo erzählen. Das Team unterbricht nicht, stellt die Wahrnehmung nicht infrage und fragt nicht nach unnötigen Details.
3. Bedürfnisse klären: Das Team fragt, was die Person gerade braucht. Möglich sind unter anderem Ruhe, Wasser, eine Begleitperson, räumliche Trennung, Begleitung nach draußen oder zu Freund*innen sowie medizinische oder weitere externe Unterstützung.
4. Handlungsmöglichkeiten: Das Team erläutert, welche Schritte möglich sind, wer dafür zuständig ist und welche Informationen dafür weitergegeben werden müssten. Es verspricht keine Maßnahmen, die es nicht selbst umsetzen kann.
5. Zuständigkeiten: Awareness ist für Unterstützung im Krisenfall und eine erste stabilisierende Begleitung für euch da. Security wird nur bei unmittelbarer körperlicher Gefahr, zur Trennung von Personen und zur Durchsetzung eines Hausverweises hinzugezogen. Bei medizinischen Beschwerden, einem nicht sicher einschätzbaren Rauschzustand oder einem möglichen Notfall wird nach Rücksprache mit der betroffenen Person der Rettungsdienst verständigt. Bei Gewalt- und Sexualdelikten wird die Polizei hinzugezogen und der Veranstalter über die Situation informiert.
6. Maßnahmen: Je nach Wunsch und Situation können Personen räumlich getrennt, angesprochen, verwarnt, aus einem Bereich ausgeschlossen oder von der Veranstaltung verwiesen werden. Eine direkte Konfrontation findet nicht gegen den Willen der betroffenen Person statt, sofern keine akute Gefährdung anderer Personen besteht.
Ausschlussgründe sind unter anderem aber nicht ausschließlich:
- Sexuell übergriffige Handlungen
- Das Entfernen der Kamera Sticker
- Die Nutzung des Handys in der Playarea
- Offensichtlich Absichtliches Missgenderen
- Diskriminierendes Verhalten
7. Abschluss und Nachsorge: Vor dem Ende der Begleitung wird geklärt, ob die Person sich sicher fühlt, zu Freund*innen oder nach draußen begleitet werden möchte und ob eine spätere Kontaktaufnahme gewünscht ist.
- Bei einem Wechsel der Awareness-Person oder einer Schichtübergabe wird die betroffene Person informiert. Weitergegeben werden nur die Informationen, die für die vereinbarte Unterstützung und aktuelle Sicherheit notwendig sind.
- Wenn nach der Veranstaltung weiterer Klärungsbedarf besteht, kann die deutlich kommunizierte Kontaktmöglichkeit genutzt werden. Das Awareness Team vernetzt euch außerdem mit unabhängige Beratungs- und Meldestellen.
3.2 Definitionsmacht und Betroffenen-Zentrierung
- Definitionsmacht bedeutet: Ob eine Grenzüberschreitung oder Diskriminierung stattgefunden hat, entscheidet die betroffene Person selbst. Ihre Grenzen und ihr Erleben werden ernst genommen, nicht relativiert, nicht bewertet und nicht in Frage gestellt. Eine Rechtfertigung oder Beweisführung wird nicht verlangt.
- Betroffenen-Zentrierung bedeutet: Wünsche, Grenzen und aktuelle Bedürfnisse der betroffenen Person stehen im Mittelpunkt. Sie entscheidet grundsätzlich, ob sie sprechen möchte, wer bei einem Gespräch dabei sein darf, ob sie an einen anderen Ort begleitet werden möchte und welche Unterstützung sie annimmt.
- Parteilichkeit bedeutet, dass das Awareness Team die betroffene Person unterstützt, ihr Glauben schenkt und ihre Handlungsfähigkeit stärkt. Es übernimmt im Awareness Fall nicht die Rolle einer neutralen Konfliktmoderation, wenn eine Person Unterstützung wegen einer Grenzverletzung oder Diskriminierung sucht.
- Das Awareness Team ermittelt nicht. Es sammelt keine Beweise, führt keine Verhöre und entscheidet nicht über Schuld im strafrechtlichen Sinn. Es fragt nur so viel nach, wie für die gewünschte Unterstützung, die unmittelbare Sicherheit und die nächsten Schritte erforderlich ist.
- Das Awareness Team übernimmt keine therapeutische Rolle. Es leistet deeskalierende und stabilisierende Unterstützung und kann bei Bedarf Security, Sanitätsdienst, Rettungsdienst, Beratungsstellen oder andere externe Hilfe hinzuziehen.
- Eine Konfrontation mit der beschuldigten Person erfolgt grundsätzlich nicht ohne Zustimmung der betroffenen Person.
3.3 Psychische, medizinische und substanzbezogene Unterstützung
- Das Awareness Team ersetzt keine medizinische Behandlung. Bei Bewusstlosigkeit, Atemproblemen, Krampfanfällen, schweren Verletzungen, starker Desorientierung oder wenn der Zustand nicht sicher eingeschätzt werden kann, wird unverzüglich der Sanitäts- oder Rettungsdienst hinzugezogen.
- Bei Panik, akuter Überforderung oder einer substanzbezogenen Krise wird die Person möglichst reizarm begleitet, behutsam angesprochen und nicht allein gelassen. Das Team fragt, was hilft, und übt keinen Druck aus, über Ursachen oder Details zu sprechen.
- Wenn die betroffene Person ansprechbar ist, werden weitere Schritte mit ihr abgestimmt. Ist sie nicht ansprechbar oder besteht eine unmittelbare erhebliche Gefahr, handelt das Team zum Schutz der Person und erklärt die Maßnahmen, sobald dies möglich ist.
- Angaben dazu, was und wie viel konsumiert wurde, dienen ausschließlich einer möglichst sicheren Unterstützung. Sie werden vertraulich behandelt und nur an medizinisches Personal weitergegeben, wenn dies für die Versorgung erforderlich ist. Auch das medizinische Personal wird eure Angaben vertraulich behandeln und nicht an die Polizei oder andere Dritte weitergeben.
3.4 Vertraulichkeit und Dokumentation
- Gespräche mit dem Awareness Team und im Awareness Raum werden vertraulich behandelt. Informationen werden grundsätzlich nur mit Zustimmung der betroffenen Person und nur an die Personen weitergegeben, die für die vereinbarten nächsten Schritte benötigt werden.
- Ohne Zustimmung werden keine Namen, Kontaktdaten oder persönlichen Details weitergegeben. Eine Ausnahme besteht nur, wenn eine unmittelbare erhebliche Gefahr für die betroffene Person oder andere Personen abgewehrt werden muss.
- Für Übergaben, Nachsorge und die interne Verbesserung von Abläufen wird eine knappe, sachliche und anonymisierte Dokumentation erstellt. Erfasst werden nur Informationen, die für Schutz, Unterstützung oder strukturelle Auswertung erforderlich sind. Diese Dokumentation wird danach vernichtet.
- Die Dokumentation enthält sachliche Informationen: Datum und ungefähre Uhrzeit, Bereich der Veranstaltung, Art des Anliegens, gewünschte Unterstützung, getroffene Maßnahmen, beteiligte Funktionsstellen und offenen Nachsorgebedarf.
- Namen und Kontaktdaten werden nur aufgenommen, wenn die betroffene Person dies für eine Rückmeldung oder Nachsorge ausdrücklich wünscht. Der Zugriff bleibt auf festgelegte Verantwortliche beschränkt; die Daten werden sicher aufbewahrt und nach einer festgelegten Frist gelöscht.
- Auswertungen nach der Veranstaltung erfolgen anonymisiert und dienen der Verbesserung von Abläufen, Räumen, Briefings und Schulungen.